Gerüchte um ein KI-Prozessoren-Entwicklungsprojekt 100 Milliarden zur Finanzierung neuer Chips gesucht

Von Ulrike Ostler 1 min Lesedauer

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Wie die US-Publikation „Bloomberg“ am Freitag berichtete, sucht der Gründer der Softbank Group Corp., Masayoshi Son, bis zu 100 Milliarden Dollar, um ein Chip-Projekt zu finanzieren. Die neu zu entwickelnden Prozessoren sollen mit denen von Nvidia. Es geht also um Halbleiter für die Künstliche Intelligenz.

KI-Chips sind gefragt wie nie(Bild:  frei lizenziert: Michael Schwarzenberger  /  Pixabay)
KI-Chips sind gefragt wie nie
(Bild: frei lizenziert: Michael Schwarzenberger / Pixabay)

Die Absichten bleiben weitgehend unbestätigt, und stützen sich auch bei Bloomberg auf ungenannte, unternehmensnahe Quellen. Demnach aber trägt das Projekt den Codenamen „Izanagi“. Da Softbank die Investitionen in Startups beschränkt, handelt es sich wohl um eine Initiative des Milliardärs.

Laut Bloomberg beabsichtigt Son also, ein Unternehmen zu gründen, das die Chipdesign-Einheit ARM Holdings Plc. ergänzen und ermöglichen könnte, ein KI-Chip-Machtzentrum aufzubauen. In einem der in Betracht gezogenen Szenarien würde Softbank 30 Milliarden Dollar bereitstellen, wobei 70 Milliarden Dollar von Institutionen im Nahen Osten kommen könnten, sagte einer der Personen, auf die sich Bloomberg bezieht.

Vertreter von Softbank und ARM lehnten laut Bloomberg Stellungnahmen ab.

Softbank verfügte zum 31. Dezember über 6,2 Billionen Yen (41 Milliarden Dollar) an Barmitteln und Barmittel-Äquivalenten. Auftrieb hatte die Bilanz durch den Erwerb von Aktien der T-Mobile US Inc. im Wert von fast 8 Milliarden Dollar sowie durch die 90-prozentige Beteiligung des Unternehmens an ARM erhalten. Das Unternehmen allein hatte kürzlich einen Marktwert von rund 50 Milliarden Dollar erreicht.

Namensgeber des avisierten Projekts ist der japanischen Gott der Schöpfung und des Lebens Izanagi. Son prophezeie seit Jahren in seinen Präsentationen das Kommen genereller Künstlicher Intelligenz mit der Aussicht, dass eine Welt voller Maschinen, die intelligenter sind als Menschen, sicherer, gesünder und glücklicher sein werde.

Jedenfalls hat der Milliardär Son offenbar bereits „eine Reihe brutaler Rückschläge bei seinen Startup-Investitionen“ und konzentriere sich jetzt auf ARM beziehungsweise die Erweiterung. Offenbar hat es auch Gespräche mit Sam Altmann von OpenAI über einen Zusammenschluss und die Beschaffung von Geld in der Halbleiterherstellung gegeben. Doch offenbar sei man sich nicht einig geworden.

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